Die klassische Rollenverteilung in der Familie sieht oder besser sah es vor, dass die Frau sich um die Kindererziehung kümmert und der Mann sich um die finanzielle Unabhängigkeit sorgt. Aber die weibliche Welt muss ein wenig aufpassen, denn die Väter sind in Sachen Kindererziehung stark auf dem Vormarsch. Seit Einführung von Elterngeld und Elternzeit mischen die Väter bei der Erziehung des Nachwuchses mehr mit, als es noch vor Jahren denkbar war.

 

Aber schon viel länger als Elterngeld und Elternzeit existieren, gibt es das Vater.Kind.Zeltlager der Kolpingsfamilie Georgsmarienhütte/Malbergen. Anfangs haben sich 25 bis 30 Väter mit ihren Töchtern und Söhnen auf einem Zeltplatz für ein komplettes Wochenende von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag zurückgezogen. Ein Traum für viele Kinder ist damit in Erfüllung gegangen: Einmal den Papa das ganze Wochenende rund um die Uhr um sich zu haben. Aber auch die Väter genießen diese Zeit intensiv zum einen mit dem eigenen Nachwuchs, aber auch mit Gleichgesinnten richtige Zeltlageratmosphäre zu schnuppern. Da wird der Kokelstock gern mal von allen Generationen in die Hand genommen und abends am Lagerfeuer alte Zeltlagerlieder geschmettert.

 

 

Mittlerweile ist das Vater.Kind.Zeltlager im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie Georgsmarienhütte/Malbergen fester Bestandteil und genießt größte Beliebtheit. Die Teilnehmerzahl hat sich über die Jahre immer weiter nach oben korrigiert.

 

Vor Jahren hat es schon Lager mit 180 Teilnehmern gegeben. Bei einer solch großen Teilnehmerzahl geht etwas die intime Atmosphäre verloren und die logistischen Grenzen werden an allen Ecken und Kanten überschritten.

 

Bis zum Jahr 2008 hatte sich die Teilnehmerzahl wieder auf 120 Personen reduziert, die sich auf 47 Väter und 73 Kinder verteilte.

 

Im Jahr 2009 hat die Anmeldephase bis dahin alle Rekorde gebrochen. Innerhalb von 26 Stunden war das Lager ausgebucht. Nach intensiven Beratungen des Organisationsteams wurden aufgestockt und es konnten 180 Personen teilnehmen. Diese Entscheidung hatte weitreichende Konsequenzen in den Logistikfragen.

 

Für das Lager 2010 sah die Zielvorstellung so aus, dass die Teilnehmerzahl wieder verringert werden sollte. Ob 120 oder 180 Personen an einem Wochenende zu versorgen, ist ein erheblicher Mehraufwand. Aber der Anmeldeansturm war noch größer. Nach etwas mehr als 2 Stunden lagen wieder Anmeldungen von 180 Personen vor.

 

Die ganze Situation hat sich im Jahr 2011 wieder etwas entspannt. Die meisten Anmeldungen wurden zwar direkt nach Freischaltung des Anmeldeformulars abgegeben. Aber erst nach entspannten neun Stunden musste gemeldet werden: Ausgebucht – mit knapp 180 Personen.

 

Im Jahr 2012 ist das Lager auch wieder mit 180 Personen über die Bühne gegangen. Mitlerweile sind die Logistikfragen soweit geklärt, dass diese Personenzahl als normal angesehen werden kann.

 

Eine verhältnismäßig lange Warteliste hatte sich im Jahr 2013 gebildet, so dass einige Familien zwischen Anmeldung und tatsächlichem Lager ziemlich lange die Daumen drücken musste. Es hatte sich aber in den letzten Tagen vor dem Lager ziemlich Bewegung im Teilnehmerfeld eingestellt. Im Endeffekt konnten wir allen Vätern einen Platz bieten, die mit wollten bzw. konnten. Somit hatten wir im Jahr 2013 auch wieder den Standardwert von 180 Personen vollkommen ausgeschöpft.

 

Das Jahr 2014 war in sofern besonders, weil das Lager aufgrund der späten Sommerferien bereits im Juli stattgefunden hatte. Den Termin dafür hatten wir mehr als zwei Jahr im Voraus veröffentlicht. Dennoch ließen sich Terminüberschneidungen mit anderem familienfreundlichen Veranstaltungen scheinbar nicht vermeiden. So ist das Lager mit etwas weniger, aber vielen neuen Gesichtern, erfolgreich mit knapp 170 Personen über die Bühne gegangen.

 

In Jahr 2015 kehrten wir zur normalen Terminplanung zurück und fuhren wieder nach den Sommerferien vom 11. bis 13. September 2015. Das Anmeldeverfahren 2015 hat alles bisher dagewesene in den Schatten gestellt. Die Warteliste musste bereits nach wenigen Minuten eröffnet werden. Es zeichnete sich das größte Vater.Kind.Zeltlager aller Zeiten ab. Schlußendlich kam es einige Stunden vor Beginn dann doch noch zu Absagen, dass wir mit ca. 185 Personen unterwegs waren.

 

Es störte uns, dass innerhalb von wenigen Minuten alle Plätze vergeben waren. Es wuchs der Drang für das Jahr 2016, dass etwas geändert worden musste. So haben wir das Anmeldeverfahren umgestellt. Ab Karsamstag, 12 Uhr war das Anmeldeverfahren für 14 Tage eröffnet. So hatte jeder die Chance, seine Anmeldung abzugeben. Die zulässige Grenze liegt bei 200 Personen, für mehr ist der Zeltplatz nicht ausgelegt. So haben wir 200. Für das erste Jahr hat das Anmeldeverfahren gut geklappt, es hatten sich im Anmeldezeitraum 199 Personen angemeldet. Perfekt. Einigen Familien hatten aber das Zeitfenster von 14 Tagen bei der Anmeldung nicht erwischt, diese konnten wir dann nicht mehr berücksichtigen. Eine Warteliste hatten wir nicht erstellt.

 

Nach den guten Erfahrungen wird für das Jahr 2017 das Verfahren genauso wie in 2016 ablaufen. Das Anmeldeformular wird ab dem 15. April 2017 – 12 Uhr freigeschaltet sein und ist bis zum 29. April 2017 – 12 Uhr erreichbar. Jeder der sich einen Platz im Vater.Kind.Zeltlager sichern möchte, muss sich also diesen Zeitraum Ende April 2017 merken.

Das Lager im Jahr 2017 findet vom 11. bis 13. August 2017 statt!

 

 

Die Unterkunft erfolgt in selbst mitgebrachten Zelten. So kann jede Familie sein eigenes Reich waren.

 

Das Organisationsteam kümmert sich um den reibungslosen Ablauf des Lagers, wobei aber ganz klar das „miteinander“ zentraler Bestandteil des Vater.Kind.Zeltlagers ist. So wird die Zubereitung der Mahlzeiten zum absoluten Happening.

 

Aber natürlich besteht das Vater.Kind.Zeltlager nicht nur aus der Zubereitung von Essen, Lagerfeuer und Zeltlagerlieder singen. Für Kurzweile sorgen vielen verschiedene Programmpunkte, die sorgfältig in monatelanger Kleinarbeit vorbereitet werden.